Beitrag von Urs und Rita Hochstrasser

Immer häufiger werde ich gefragt: „Wie ernährst Du Dich auf Reisen, in den Hotels, wenn Du unterwegs bist, oder in die Ferien fährst?“

Es scheint, dass diese Frage doch viele Menschen, die sich mit Rohkost ernähren möchten, bewegt.

Fangen wir mal bei Flugreisen an: Beim Fliegen ist ja immer Gewicht und Platz ein Problem. Also nimmt man so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig mit. In einem der Koffer, welche eingecheckt werden, packen wir uns sicher einen Stabmixer, den wir in einen schlanken Kunststoffkrug geben, sowie einen oder zwei kg-Kessel mit Mandelpüree und eine Flasche Apfeldicksaft. Wenn man den Deckel mit Klebeband sichert, übersteht das Mandelpüree die Reise sicher. Eine Rokoreibe von Börner passt ebenfalls gut in das Gepäck, da sie recht flach ist. Wenn man keinen Krug mitnehmen will, kann man sich am Ankunftsort je nach Dauer des Aufenthaltes, einen kaufen, oder eine 1,5 l Wasserflasche aus Pet zuschneiden. Das eignet sich gut, damit man sich Mandelmilchshakes oder Smoothies machen kann.

geht’s noch weit…?

Eine Salzmischung mit unseren favorisierten Gewürzen gehört bei uns ebenfalls in den Koffer und ein kleines Gefäss davon in das Handgepäck für unterwegs. In das Handgepäck kann man sich für den Flug feine Crackers, am besten welche, bei denen nebst Gemüse auch Kerne, wie Sonnenblumen, Cashews, Kürbiskerne usw. mitverarbeitet wurden, geben. Das ist eine feine Verpflegung während des Fluges und sättigt gut. Auf die Fruit meals (Früchtemalzeiten), welche einige Fluggesellschaften anbieten, kann man sich nicht verlassen, denn es werden in der Regel geschmacksarme unreife Früchte serviert, manchmal in Zucker Sirup. Je nachdem, wohin der Flug geht, kann das bereits reichen. Vorteilhafterweise sucht man sich am Ferienort eine Ferienwohnung. Da findet man meistens die notwendigen Werkzeuge, die man benutzen kann.

Diese Ausstattung kann sich auch bei längeren Zugreisen bereits bewähren.

 

am Fuss der grossen Dünen in Namibia

Letztes Mal auf der Namibiareise, nahmen wir nach der Landung einen Mietwagen in Empfang, und konnten uns auf diese Weise dann vor Ort gut einrichten.

Unterwegs mit dem Auto hat man dann schon etwas mehr Möglichkeiten.

Da wir doch sehr viel beruflich mit dem Auto unterwegs sind, steht in unserer Küche immer eine Tasche mit dem Standardequipment griffbereit. Sie hat sich viele Jahre ausserordentlich gut bewährt  Diese kann man dann bequem mit auf das Hotelzimmer nehmen, um sich da eine Mahlzeit zubereiten zu können.

In den Autobahnraststätten gibt es kaum mehr einigermassen anständige Verpflegungsmöglichkeiten, schon gar nicht in Rohkost. Die meisten dieser Gaststätten sind in ihrem Angebot so verkommen, dass sich ein Besuch nicht lohnt.

Bei schönem Wetter kann man sich draussen etwas zubereiten und essen. Dafür eignet sich diese handliche Tasche, die bei uns Picksack heisst, sehr gut. Ansonsten bewähren sich, wie beim Flug beschrieben, die Crackers hervorragend als Reiseproviant. Man kann sich zuhause noch eine Sauce Royal (Video) zubereiten und diese in einem geeigneten Gefäss mitnehmen, damit die Crackers unterwegs nicht zu trocken sind. Trinkwasser gehört unbedingt ins Auto.

Verpflegung für uns an einer Raststätte – zum Beispiel: Zucchini mit Avocado an einer Royal-Pesto mit Oliven

Royal-Pesto ist eine Mischung aus Sauce Royale (im Buch Rohkost vom Feinsten S. 78) sowie Pesto (S. 96)

 

Im Picksack befindet sich folgendes:

Mandelpüree, Apfeldicksaft, Gewürzmischung, Curry, Speiseöl, Kräutermischung, Vanille, Carobpulver, Weizengraspresslinge oder Pulver, Spirulina. Des Weiteren folgende Ausrüstung: Stabmixer, Krug, Schneidebrettchen, Raffelsett zum Gemüse reiben, Taschenmesser, Messer, Korkenzieher, Sparschäler, Teigschaber, Zitruspresse, Trinkbecher, Adapter, Pocketsilvergerät, Putzschwamm, Geschirrtuch. Die Teller, Schalen, Löffel, Teelöffel, Gabeln, und Messer, sind Einweggeschirr und kompostierbar.

Das Speiseöl sollte rohköstlich und gut haltbar sein. Dafür eignen sich Aprikosenkern-, Mandel-, Schwarzes Sesam-, Senf-, oder Sonnenblumenöl. Weitere wichtige Informationen über Speiseöle bietet unser Buch: Pflanzenöle als Lebenselixiere.

Natürlich kann die Liste je nach Bedarf oder Vorliebe ergänzt werden.

Beim Campieren oder Zelten, ist man mit Rohkost sehr gut bedient, da man aus wenig schnell und gut viel machen kann. In einer verschliessbaren Box erweitert man einfach mit Samen, Nüssen und verschiedenen Trockenfrüchten. Des weitern eignen sich auch Sonnenblumenkerne, Linsen, Süsslupinen, Alfalfa, etc. – bereits angekeimt, oder vor Ort eingeweicht und angekeimt –  bestens, um gut genährt zu bleiben. Beim Campieren ist auch der kleine Vitamix mit von der Partie.

hier eine Auswahl an Nüssen, Kernen und Trockenfrüchten, welche wir je nach Länge der Reise jeweils unterwegs dabei haben…

 

Frische Gemüse und Früchte kann man vor Ort erwerben

 

Schnelle Rezepte für unterwegs:

 

Ich wünsche weiterhin gute Reisen…

Urs Hochstrasser

Die vegane Rohkost vereint